Montag, 26. September 2016

Skibe ***

Spiele mit Wikingerthema sind im Moment schwer angesagt. Liegt's an der TV-Serie Vikings? Sei's drum, mir gefällt das jedenfalls. Skibe spielt in der Zeit Eriks des Roten und schickt uns auf die (abstrakte) Reise zur Besiedlung Grönlands.
Im Laufe des Spiels bauen die Spieler Langboote, die mit Ausrüstung und Proviant  versehen werden. Jeder Spieler hat eine Farbe und alle versuchen möglichst viele Schilde ihrer Farbe auf den Booten unterzubringen, indem sie die Wikingerkarten geschickt anlegen. Auf den Wikingerkarten ist ausser den Schilden noch  Proviant oder Ausrüstung angegeben. Der Spieler muss nach dem Anlegen der Karte einen passenden Stein auf eine Bugkarte  (Proviant) oder eine Wikingerkarte  (Ausrüstung ) legen. Gemeinerweise sind dabei Karten mit der eigenen Farbe tabu. Da haben wir ein schönes Dilemma, Karten mit gegnerischen Schilden zu spielen oder den Mitspielern Ausrüstung zu schenken... Die Ausrüstungen zählen bei der Abrechnung wie weitere Schilde und der Proviant wirkt als Multiplikator pro Schiff.
Das Kartenmaterial der Spieler
Die Auslage (Beispiel)
Soweit, so gut. Aber da wären noch die Häuptlingskarten. Jeder Spieler hat 5 davon und sie zeigen 5 verschiedene Aktionen. Man darf eine Häuptlingskarte legen, nachdem man eine Wikingerkarte platziert hat. Die Aktion wird aber erst ausgeführt, wenn das zugehörige Schiff gewertet wird. Das tritt ein, wenn ein Spieler eine Heckkarte ausspielt und damit ein Schiff fertigstellt. Die Länge der Schiffe ist je nach Spielerzahl begrenzt.

Die verschiedenen Wikingerstämme der Spieler
Bei einer Wertung werden zunächst alle dort liegenden Häuptlingskarten in der Reihenfolge ausgeführt,  wie sie gelegt wurden. Wir reden hier über Aktionen wie Proviant- und Ausrüstungssteine versetzen,  Wikingerkarten entfernen und austauschen. Gegen die doch eher unangenehmen Dinge schützen nur Ausrüstungssteine auf den Karten oder eine eigene Häuptlingskarte "Schutz".

 
Sind sie abgehandelt, werden für jeden Spieler die Punkte notiert, die sich aus der Anzahl der Schilde der eigenen Farbe + die Ausrüstungssteine auf Karten mit eigenen Schilden multipliziert mit den Proviantsteinen ergibt.
Wer nach dem Durchspielen des Nachzugstapels  die meisten Punkte sammeln konnte, gewinnt das Spiel.




Skibe ist ein nettes Spiel für Zwischendurch, bei dem man mit den Häuptlingskarten einiges durcheinander bringen kann. Das nervt manche Spieler zwar, aber der Spaßfaktor überwiegt. Und nicht selten kann man sich durch geschicktes Timing eine Mehrheit auf einem Schiff sichern.

Von Arve D. Fühler für 3-5 Spieler ab 8 jahren. Verlag: Huch and friends

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